Sicherheit & Datenschutz

Sicherheit, die Sie nachprüfen können.

Ein Sprachassistent nimmt Anrufe für Ihren Betrieb entgegen — natürlich fragen Sie, was mit den Gesprächen passiert. Diese Seite beantwortet das, bevor Sie fragen müssen: Jede Zusage hier hat eine Fundstelle im Vertrag oder in der Abnahme, die Sie unterschreiben. Nichts davon ist Marketingprosa, alles davon können Sie einfordern.

  • KI-Kennzeichnung im ersten Satz — Art. 50 KI-VO
  • Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO, vor der ersten Verarbeitung
  • Zugänge und Aufzeichnungen gehören Ihnen
Die fünf Zusagen

Was wir zusagen — und wo es schriftlich steht

Sicherheitsversprechen sind billig. Deshalb steht hinter jeder Zusage, in welchem Dokument sie verankert ist. Fehlt Ihnen eine, fragen Sie uns — auch das ist eine Antwort.

01

Der Assistent gibt sich als KI zu erkennen

Im ersten Satz, nicht auf Nachfrage. Artikel 50 der europäischen KI-Verordnung verlangt das seit dem 2. August 2026 — bei uns steht es als erste Anweisung im Gesprächsleitfaden und als erster Punkt der Abnahme, die Sie unterschreiben.
Verankert: Gesprächsleitfaden, Abnahme.

02

Auftragsverarbeitung vor der ersten Verarbeitung

Wir werden als Auftragsverarbeiter nach Art. 28 DSGVO tätig. Der Auftragsverarbeitungsvertrag wird geschlossen, bevor personenbezogene Daten fließen — so steht es wörtlich in unserer Vertragsvorlage.
Verankert: Vertrag.

03

Verschwiegenheit steht im Vertrag

Für Kanzleien und andere Berufsgeheimnisträger entscheidend: § 203 Abs. 3 StGB lässt das Einbeziehen mitwirkender Personen zu — Voraussetzung ist ihre Verpflichtung zur Geheimhaltung. Genau diese Verpflichtung ist Teil unseres Vertrags und wird an Mitwirkende weitergegeben.
Verankert: Vertrag.

04

Zugänge und Aufzeichnungen gehören Ihnen

Die Konten, in denen Ihr Assistent läuft, werden auf Sie angelegt. Aufzeichnungen, Protokolle und die Dokumentation der Abläufe liegen bei Ihnen — wir arbeiten darin als Dienstleister und Sie können uns den Zugriff jederzeit entziehen.
Verankert: Vertrag.

05

Harte Grenzen statt guter Vorsätze

Was der Assistent nie tun darf — Preise nennen, Termine zusagen, Auskunft zu laufenden Vorgängen geben — legen Sie vor dem Livegang fest. Die Liste steht wörtlich in der Abnahme, die Sie unterschreiben, und darauf können Sie sich berufen.
Verankert: Abnahme mit Zeitstempel und Prüfsumme.

+

Und eine Ehrlichkeit dazu

Ein ISO-Siegel führen wir nicht — warum, steht unten in den Fragen. Wir glauben, dass fünf nachprüfbare Zusagen mehr wert sind als ein Logo, dessen Prüfungsumfang niemand nachliest.

Der Abnahmeprozess

Keine Rufnummer vor Ihrer Abnahme

Der Assistent geht nicht heimlich live. Der Weg dorthin ist so gebaut, dass Sie an jeder Stelle sehen, was passiert — und die letzte Entscheidung immer bei Ihnen liegt.

1 · Sie beschreiben Ihren Betrieb

In einem Aufnahmebogen legen Sie fest, welche Anliegen der Assistent kennt, was sofort an einen Menschen geht — und was er niemals sagen darf.

2 · Wir bauen und testen selbst

Ihr Assistent entsteht aus Ihren Angaben. Bevor Sie ihn hören, haben wir selbst mit ihm gesprochen — der Kunde ist nie der erste Mensch am eigenen Bot.

3 · Sie sprechen selbst mit ihm

Im Browser, ohne Anmeldung. Daneben steht das vollständige Regelwerk samt Ausschlussliste — Sie nehmen mit zwei getrennten Bestätigungen ab.

4 · Erst dann kommt die Nummer

Die Abnahme wird mit Zeitstempel und Prüfsumme festgehalten. Eine Rufnummer verbinden wir erst, nachdem Sie abgenommen haben — das ist der feste Ablauf, und die Abnahme ist der Beleg dafür.

Eingesetzte Dienstleister

Wo Daten verarbeitet werden — offen benannt

Jeder Anbieter verspricht „höchste Sicherheit" und verschweigt, wer im Hintergrund verarbeitet. Wir nennen unsere Dienstleister. Sie sind Teil der Auftragsverarbeitung und vertraglich auf die Verarbeitung zur Vertragserfüllung beschränkt.

Sprachverarbeitung

ElevenLabs — führt die Gespräche Ihres Assistenten. Das Konto wird auf Sie angelegt, die Aufzeichnungen liegen darin. Dass Gespräche nicht zum Training von KI-Modellen verwendet werden, steht als Zusage in unserem Vertrag.

Rechnungen

Zoho Invoice, betrieben im EU-Rechenzentrum (zoho.eu). Dort liegen Rechnungsdaten: Firma, Anschrift, USt-IdNr, Beträge.

E-Mail-Versand

Brevo (Sitz in Frankreich, EU) — verschickt Terminbestätigungen und Vertragskopien. Keine Werbeverteiler: Jede Mail hat einen konkreten Anlass.

Terminverwaltung & Seiten

Google Workspace für Kalender und Videotermine, Netlify für den Betrieb unserer Seiten. Dort speichern wir, was Sie eintragen — plus den technischen Nachweis einer Vertragsannahme (Zeitpunkt, IP-Adresse, Prüfsumme), den wir direkt neben dem Formular ankündigen.

ElevenLabs, Google und Netlify sind US-Anbieter; die Übermittlung stützt sich auf EU-Standardvertragsklauseln beziehungsweise das EU-US Data Privacy Framework der jeweiligen Anbieter. Die vollständige Liste mit Vertragsgrundlagen ist Teil des Auftragsverarbeitungsvertrags. Ein Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten nach Art. 30 DSGVO wird geführt und auf berechtigte Anfrage vorgelegt.

EU-KI-Verordnung

Was der AI Act für Ihren Assistenten bedeutet

Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten der europäischen KI-Verordnung. Für Telefonassistenten heißt das vor allem: Der Anrufer muss erkennen können, dass er mit einer KI spricht (Art. 50). Unsere Assistenten erfüllen das ab dem ersten Satz: Die Offenlegung ist Teil der Begrüßung selbst und steht als erster Punkt in der Abnahme. Verbotene Praktiken wie verdeckte Beeinflussung oder Social Scoring kommen in unseren Systemen nicht vor. Die Kennzeichnungspflicht erfüllt der Assistent selbst — als Betreiber müssen Sie dafür nichts einrichten. Welche weiteren Pflichten der AI Act für Ihren konkreten Einsatz mit sich bringt, gehen wir im Projekt gemeinsam durch; eine Rechtsberatung ersetzen wir nicht.

Fragen & Antworten

Die Fragen, die vor jeder Zusammenarbeit kommen

Wer kann die Gespräche abhören?

Die Konten, in denen Aufzeichnungen und Protokolle liegen, werden auf Sie angelegt und gehören Ihnen. Wir arbeiten darin als beauftragter Dienstleister — Sie können uns den Zugriff jederzeit entziehen. Eine eigene Kopie der Gespräche halten wir nicht vor.

Werden die Gespräche zum Training von KI-Modellen verwendet?

Nein — und das ist keine Werbeaussage, sondern eine Klausel: In unserem Vertrag steht, dass Gesprächsinhalte nicht zum Training von KI-Modellen verwendet werden und eingesetzte Unterauftragsverarbeiter entsprechend verpflichtet sind.

Wie gehen Sie mit der beruflichen Schweigepflicht um (§ 203 StGB)?

§ 203 Abs. 3 StGB erlaubt das Mitwirken sonstiger Personen ausdrücklich, wenn diese zur Verschwiegenheit verpflichtet werden. Genau diese Verpflichtung steht in unserem Vertrag — vor der ersten Verarbeitung, nicht auf Nachfrage. Zusätzlich legen Sie fest, welche Angaben der Assistent überhaupt erfragen darf — üblich ist die Beschränkung auf Name und ein Zuordnungsmerkmal.

Was passiert bei Kündigung mit unseren Daten?

Zugänge, Konten, Aufzeichnungen, Gesprächsprotokolle und die Dokumentation verbleiben beim Auftraggeber — so steht es im Vertrag. Bei Kündigung entziehen Sie uns den Zugriff; alles Aufgebaute bleibt bei Ihnen und funktioniert weiter. Bei uns verbleiben nur die Vertrags- und Rechnungsdaten, die wir gesetzlich aufbewahren müssen.

Sind Sie ISO-27001-zertifiziert?

Nein, und wir sagen Ihnen lieber offen warum: Eine ISO-Zertifizierung prüft die Managementprozesse einer Organisation. Bei einem Unternehmen unserer Größe würde sie viel kosten und wenig aussagen. Statt eines Siegels machen wir jede Zusage einzeln nachprüfbar — sie steht im Vertrag, in der Abnahme oder auf dieser Seite, und Sie können jede davon einfordern. Wächst das Unternehmen, wird eine Zertifizierung der richtige nächste Schritt.

Führen Sie ein Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten (Art. 30 DSGVO)?

Ja. Es wird gepflegt und auf berechtigte Anfrage vorgelegt — etwa gegenüber Aufsichtsbehörden oder im Rahmen einer Prüfung der Auftragsverarbeitung durch Ihre Kanzlei oder Ihren Datenschutzbeauftragten.

Warum sollte ich einem kleinen Anbieter vertrauen?

Weil Sie bei uns genau das prüfen können, was bei großen Anbietern hinter einem Logo verschwindet: Sie lesen den Vertrag, Sie lesen die Ausschlussliste, Sie sprechen mit dem Assistenten, bevor er eine Nummer bekommt. Und weil die Konten Ihnen gehören, sind Sie nicht von uns abhängig — auch das ist Sicherheit.

Eine Frage ist hier nicht beantwortet?

Dann stellen Sie sie — am besten zuerst. Die Datenschutzfrage ist bei uns der erste Punkt im Gespräch, nicht der letzte. Wenn Ihre Kammer oder Ihr Datenschutzbeauftragter eigene Anforderungen hat, richten wir uns danach.